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Theater / Installation

UN/TRUE Ein Wahrheits-Experiment

von Gernot Grünewald
Uraufführungsinszenierung des Schauspiel Stuttgart / Frankfurt LAB
Eine Produktion des Schauspiel Stuttgart

Kann das wirklich Zufall sein? Eine Krise, die grundlos über uns herein gebrochen ist, ein Sachverhalt, der zu komplex ist, um ihn nachzuvollziehen, eine ungewöhnliche Häufung von Vorfällen, die so sonderbar scheinen, dass wir beginnen, an unserer Realität zu zweifeln. Wie ertragen wir diese Unsicherheit in einer extrem komplex gewordenen Welt, in der wir jeden Tag auf die Meinungen von Expert*innen angewiesen sind? Und wem schenken wir Glauben, wenn kritische Stimmen beginnen, Zweifel an den Erkenntnissen der Forschung zu säen und uns ein anderes Wirklichkeitsnarrativ – eine andere Ordnung der Dinge – präsentieren?

Bereits vor der aktuellen Krise schien Vertrauen eines der zentralen Themen unserer Zeit. Die Frage, wie wir Fakten von bloßen Behauptungen unterscheiden können, wird nun dringender denn je. Was sind notwendige kritische Stimmen, die unser System hinterfragen, und was bewusst gesetzte Theorien zur Destabilisierung von Demokratien?

In einem interaktivem Parcours hinterfragt Gernot Grünewald anhand eines Netzes aus Informationen und Materialien, Thesen und Widersprüchen die Rezeptionsmechanismen jede*r einzelnen. Un/true untersucht, nach welchen Kriterien wir Fakten von bloßen Behauptungen unterscheiden und wie leicht diese Vorgänge psychologisch zu steuern sind. Wie konstruieren wir unsere Wirklichkeit?

Inszenierung: Gernot Grünewald, Bühne: Michael Köpke, Kostüme: Barbara Kiss, Natalie Nazemi, Video: Thomas Taube, Musik: Daniel Sapir, Dramaturgie: Christina Schlögl

Mit: Therese Dörr, Elias Krischke, Marietta Meguid, Jannik Mühlenweg, Peer Oscar Musinowski Sebastian Röhrle


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