MO. 08.02. Presentation of the project with individual works by students

Das Festival

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Live-Stream geplant / planned
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von Gerardo Naumann mit Studierenden des Instituts für Theater-, Film- und Medienwissenschaft
18:30 Uhr / Künstlerhaus Mousonturm Studio 1

Eintritt frei  Die genauen Spieltermine, Veranstaltungsorte und Anmeldungsverfahren der Studierenden Projekte werden in Kürze hier veröffentlicht.

Eine HTA Ringvorlesung des Instituts für Theater-, Film und
Medienwissenschaft der Goethe-Universität, des Künstlerhaus
Mousonturm und der Hessischen Theaterakademie. Gefördert durch die Adolf und Luisa Haeuser-Stiftung für Kunst und Kulturpflege.

I build a house on stage and grow older in it. One day it is cold. I rip seats out of the auditorium and make a fire, the smoke annoys me, I make a hole in the roof, the rain pours in, plants grow. Sometimes people come by who claim to be part of the audience. Every couple of years someone comes onto the stage. I politely offer them a cup of tea.

Theatre is the art of symbiosis. Every piece must adapt, as a survival strategy. Sometimes it becomes wilder as a result, but at others more tame and mellow. Students at the University of Frankfurt have developed seven adapted symbiotic forms for the already adapted contributions to the festival. Like gently suctioning life forms, these comment on the festival concepts, extend or pre-empt them, but also exploit the ideas.


Gerardo Naumann (Buenos Aires). Inszeniert seine eigenen Stücke: Dinge, Emily, Ein nützliches Stück, Arbeiter verlassen die Fabrik, Die Vorstellung, Die Fabrik, Die unproduktive Arbeit, u.a.
Zusammen mit Nele Wohlatz führte er Regie zu Countryside lovers (Kurzfilm), und Ricardo Bär (Langfilm). Die industrielle Arbeit ist sein erster Kurzfilm im Alleingang.

Gerardo Naumann

(Gehör-)Gang
Ania Pachura, Ella Schilling und Sara Gröning

Wer ist eigentlich alles beteiligt an diesem Festival? Wer arbeitet wo?
Wer arbeitet wie? Und ohne wen wäre der Theaterbetrieb undenkbar? In
mehreren Interviews wird ein Einblick in den Arbeitsalltag der
Protagonist*innen gezeigt. Sie arbeiten im und um den Mousonturm, mal
hinter der Theke, mal nachts im Security-Dienst und mal morgens in der
Reinigung. Mit euch gehen sie gemeinsam ihren Arbeitsweg ab.

EPILOGUE
von Aria Baghestani

"Ich war im Schauspiel Frankfurt um die Premiere eines Stückes des „Frankfurter Positionen“ Festivals zu sehen. Es war schön unter den Zuschauenden zu sein. Dort sitzend und für eine lange Zeit auf die Bühne starrend. Ich beobachtete sie so fasziniert, dass ich das ganze Stück verpasste. Scheint so, als ob sich alle hier getroffen hatten, um eine bestimmte Sache zu tun, die ich versäumt habe. Also bat ich sie mir zu erzählen, was passiert ist."

Anything but Vertical
von Ronja Koch, Marque Pham und Nele Oeser

Treppen steigen. Diese Bewegung betrachten wir im Theaterraum und hinterfragen ihre Alltäglichkeit. Betreten Besucher:innen den Mousonturm, befinden sie sich in einem Gebäude, das auf mathematischen Regeln und architektonischen Plänen basiert.
Wir folgen den Linien der Treppe, erkunden neue Strukturen und kommen vom Weg ab. Wir kippen die Vertikale und suchen die Horizontale.

Die Kleine Akkumulation
von Camradrine Maxine

Kunst kostet, Geld, kostet, auch, das Leben.
Die Frage, immer: Wer zahlt das?
and a 1 and a 2 and 3, 4, 5.
Kurz auftauchen, wieder verschwinden:
Ein Wal. Gedanken. Staatskunst. Schwingungen.
Nach links. Nach rechts. Wieder nach links.
Ein Lied für dich und für die Verwaltung.
Dieses Spiel geht nur zu zweit!
Gemeinsam, einsam.
Meet me where the heart beat...s!
and a 6 and a 7 and a 8, 9, 11.
and a...

unerhört
von Janine Bürkli, Maria Huber und Jonathan Kirn

In unerhört wird ein Konzert auf die in ihm eingeschriebenen Reste abgehört. Die Grenzen dessen, was Teil des Konzerts ist, werden verschoben und aufgebrochen. Bühne, Körper, Technik, Materialreste, Nachklänge und Gedanken werden hörbar. unerhört fragt:
Was bleibt von einem Konzert, wenn man die Musik rausmischt? Welche unentdeckten Klänge, welche Reste spielen mit? Welche Nachklänge bleiben übrig?

Publikumseinzelgespräch
von Janik Hauser

Wir alle denken immer, wir bräuchten Kunst. Weil sie der Ast ist, auf dem wir sitzen. Unser Arbeitgeber. Immer noch gehaltvoller als Netflix. Uns schwant langsam: vielleicht haben wir uns getäuscht.


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