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Arto Lindsay


Der amerikanischer Gitarrist, Sänger, Musikproduzent und Klangkünstler Arto Lindsay wurde 1953 geboren. Er wuchs zur Blütezeit der elektronischen Tropicália-Bewegung der sechziger Jahre als Sohn US-amerikanischer Missionare in Brasilien auf. In den siebziger Jahren ging er nach New York und erlebte die Entwicklung der Punkrock-Bewegung. Er gründete die Band DNA, spielte in unterschiedlichen Formationen mit John Lurie, Bill Frisell, Fred Frith, John Zorn und Bill Laswell und wurde zu einer zentralen Figur der New Yorker Musikszene, die er bis in die achtziger Jahre blieb. In den Neunzigern spielten seine brasilianischen Wurzeln wieder eine stärkere Rolle und eines seiner Alben wurde als der „beste brasilianische Pop des letzten Jahrzehnts“ gefeiert. Parallel zu seinen Aktivitäten als Musiker ist Arto Lindsay auch in der Sound-Kunst als Kurator und Installations-Künstler aktiv. 2004 organisierte Lindsay zusammen mit Matthew Barney eine skulpturale Musikperformance, die auf einem Wagen während des Karneval in Salvador in Brasilien zu erleben war. Er arbeitete mit vielen weiteren Künstlern zusammen, u. a. Heiner Müller/Heiner Goebbels, They Might Be Giants, Marc Ribot, Ryuichi Sakamoto und Kip Hanrahan. 2005 schrieb Lindsay das Nachwort der offiziellen Biografie der Einstürzenden Neubauten „Nur was nicht ist, ist möglich“. Durch seine Freundschaft zu Diego Cortez (alias James Curtis) kam er auch in Kontakt mit vielen bildenden Künstlern, besonders des East Village, darunter Jean-Michel Basquiat, Nan Goldin, Francesco Clemente und Andy Warhol. Weiterhin hat er mit dem kanadischen Künstler Rodney Graham an einer Ausstellung gearbeitet, sowie an einer Klangkunst-Ausstellung der New Yorker Galerie P.S.1. Arto Lindsay lebt in New York und São Paulo.
 
 
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